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Um die Ursachen einer Kiefergelenkserkrankung herauszufinden, analysieren wir die Funktion des Gelenks umfassend.

Wir untersuchen beispielsweise:

  • Knackt es im Gelenk?
  • Passt die Verzahnung?
  • Wie weit lässt sich der Mund öffnen?
  • Gibt es seitliche Lageabweichungen des Unterkiefers beim Öffnen?
  • Ist der Gelenkzwischenraum elastisch?

Wenn die Ursache gefunden ist, können wir eine geeignete Therapie für Sie entwickeln.

Funktionale Analyse des Kiefergelenks beim Zahnarzt

Zähneknirschen (Bruxismus)

Kiefergelenkserkrankungen – dazu gehören z.B. Knirschen und Pressen – können in der heutigen stressvollen Zeit als „Volkskrankheit“ bezeichnet werden. Ca 35%-72% der Bevölkerung weisen Symptome einer Kiefergelenkserkrankung auf. Die Menschen verarbeiten ihren Stress meist nachts, indem sie mit den Zähnen knirschen oder pressen. Am nächsten Morgen sind extreme Verspannungen und Schmerzen im Kopf-Kiefergelenk und Kaumuskeln die Folgen, bis hin zur Migräne.

Erkrankung des Kiefergelenks zeichnet sich klinisch meist durch Schmerzen unter Funktion, bei Berührung des Kiefergelenkes und der Kaumuskulatur, sowie durch Bewegungseinschränkungen und Gelenkgeräusche aus.
Mit herausnehmbaren Kunststoffschienen können wir dazu beitragen, Ihre Symptome zu beseitigen und insbesondere die Zähne vor Schäden schützen.

„Wenn der Biss nicht stimmt“

Kiefergelenkserkrankungen können auch vom falschen Biss herrufen. Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, kann es zu Störungen und Schmerzen kommen. Schon geringe Abweichungen können genügen, um das hochsensible und äußerst komplexe optimale Funktionieren des Kausystems und der benachbarten Strukturen zu beeinträchtigen.
Bei nichtstimmendem Biss nimmt meist der Kopf eine Ausgleichslage ein, somit passt sich Schulter und Hüfte auch dieser Lage an, um eine Art „falscher Symmetrie“ wieder zu erlangen.

Folgen von dieser Kette von Schiefhaltungen sind Wirbelsäulenbeschwerden gerade im Kopf-Hals-Bereich und Hüftbereich.

Funktionstherapie

Bei Kiefergelenkstörungen, zur Behebung von Fehlgewohnheiten und muskulär oder gelenkbedingten Störungen des Kausystems wird meist eine Aufbiss-Schiene eingesetzt. Diese wird individuell angepasst und in der Regel nachts getragen. Das Ziel ist, das natürliche Gleichgewicht zwischen Muskulatur und Kiefergelenk wiederherzustellen.

Die Aufbiss-Schiene ist eine dünne Kunststoffschiene, die Ihr Kiefergelenk entlastet und die Kräfte der Kaumuskulatur neu verteilt. So kann das Kiefergelenk wieder in die richtige Position gebracht werden.

Neben Anleitungen zur Selbstbeobachtung oder Schonung können spezielle Muskelübungen oder Massagetechniken von Ihnen selbst zur Linderung der Symptomatik angewendet werden.

Auch physiotherapeutische / osteopathische Maßnahmen – hierzu zählen z.B. spezielle Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Dehnungen, Massagen, Craniosacral-Therapie, Osteopathie u.a. – können begleitend sinnvoll sein.

Wurde durch die funktionelle Therapie neben Beschwerdefreiheit eine stabile Positionierung der Kiefer erreicht, kann zur dauerhaften Versorgung eine weitergehende zahnärztliche bzw. kieferorthopädische Therapie notwendig sein.

Ziel ist es, zwischen Kiefergelenk, Zähnen, Muskulatur und Gesamtköper (Haltung) wieder genau die empfindliche Balance herzustellen, die einen beschwerdefreien Zustand gewährleistet.